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„Mit meiner Kunst versuche ich eine Sprache zu sprechen, die die Menschen unabhängig von Kultur und Denken berührt und in ein Reich der Poesie führt. Wenn ich dabei nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner suche, dann erscheinen mir die Träume von Freiheit und Glück jene positiven Elemente zu sein, welche alle Menschen im Innersten miteinander verbinden. Glück und Freiheit sind flüchtig: es sind Zustände, die wir nicht halten können, und so ist die Sehnsucht ihre Schwester. Feuer und Licht sind mir die liebsten Medien meiner Kunst, denn sie sind ebenso flüchtig. Und obwohl meine Choreografien bewusst mehrdeutig angelegt sind, handeln sie im Grunde immer wieder von der Sehnsucht, von der Suche und den kurzen Augenblicken der Freiheit und des Glücks..

Auf einer Reise durch Schottland sah ich aus den stillen Highlands kommend in der Stadt Edinbourgh eine Person, die inmitten einer aufgewühlten Menschenmenge stand und Feuerbälle um sich kreisen ließ: Es war trotz der Bewegung ein Eindruck von unglaublicher Ruhe inmitten eines Chaos und ich vergaß im Betrachten die Zeit … Dieses Bild ist in der Erinnerung wesentlicher Ausgangspunkt meiner eigenen Kunst geworden.

Träumen ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Nur was wir erträumt haben, können wir auch Wirklichkeit werden lassen. Meine Choreografien sind oft aus einem Traumbild entstanden und – wenn man so will - Anleitungen zum Träumen. Und wenn ein Zuschauer während einer Aufführung die Spur eines eigenen Traums entdeckt oder wieder findet, dann bin ich mehr als zufrieden.

Es gibt viele Alltagssituationen, in denen ein eindeutiges Entscheiden und Handeln erforderlich ist. Umso mehr müssen wir der Träumerei Orte und Zeiten geben, an denen wir unsere dünnere Haut anziehen und unserer Phantasie freien Lauf lassen. Meine Aufführungen sind eine Einladung dazu.“

Bernd van Werven / Januar 2008